PRESSEMITTEILUNG

Hamburg, 26. Mai 2021:

 

Nachhaltige Produkte für den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Europa. Silver plastics® vertreibt künftig ein breites Portfolio an BIO-LUTIONS Produkten.

Nicht nur der Endkunde verlangt nachhaltige Produkte, auch die Lebensmittelindustrie und der Großhandel sind auf der Suche nach umweltfreundlicheren Verpackungs- und Transportmaterialien, mit denen die gängigen Plastikprodukte ersetzt werden können.

BIO-LUTIONS und silver plastics® schließen sich nun in einer Produktions- und Vertriebspartnerschaft zusammen, um diesen Bedarf schnell zu bedienen und den europäischen Markt durchdringen zu können. Vereint werden die Kompetenzen des innovativen Start-Ups BIO-LUTIONS im Bereich Fasern, Entwicklung und Produktion, mit langjähriger Erfahrung und dem Know-how des Marktes von silver plastics® im Food-Sektor.

Das Hamburger Clean Tech StartUp BIO-LUTIONS bietet mit seinen nachhaltigen Produkten, hergestellt mit dem eigens entwickelten Naturfasermix, eine optimale Alternative zu gängigen Verpackungs- und Transportmaterialien. Der erste deutsche Produktionsstandort Schwedt/Oder in Brandenburg schafft eine erstaunlich kurze und direkte Lieferkette für den lokalen und europäischen Markt. Die neue Kooperation ermöglicht nun die optimale Ausschöpfung der jeweiligen Kompetenzen, bei der BIO-LUTIONS die Produktion sicherstellt und silver plastics® zukünftig den europaweiten Vertrieb der Protein- und Food Service Verpackungen schnell und umfassend übernimmt. Hierbei handelt es sich in erster Instanz um Stretch-Verpackungen für Frischfleischanwendungen. Diese sollen zukünftig um Verpackungen für beispielsweise Take-away sowie Ready-Meals erweitert werden.

Noch im Herbst diesen Jahres wird die Produktion der kompostierbaren Verpackungen von BIOLUTIONS in Schwedt anlaufen und die Auslieferung beginnen. Die Verpackungen eignen sich für die Portionierung von frischen Lebensmitteln, wie etwa frischem Fleisch und Fisch sowie Obst und Gemüse. In enger Zusammenarbeit entwickeln BIO-LUTIONS und silver plastics® derzeit auch die weltweit ersten ökologischen und kompostierbaren MAP-Verpackungen für die industrielle Verarbeitung.

 

Über BIO-LUTIONS:

BIO-LUTIONS ist ein Hamburger CleanTech Start-up, das eine eigene innovative Naturfasertechnologie entwickelt hat, mit der nachhaltige Verpackungen und Einweggeschirr hergestellt werden. Der Produktionsprozess gibt derzeit ungenutzten landwirtschaftlichen Reststoffen als Rohstoff ein zweites Leben, um herkömmliche Plastikprodukte zu ersetzen. BIO-LUTIONS wurde im Jahr 2017 gegründet und expandiert derzeit in Asien und Europa. Mit dem rein mechanischen Verfahren schafft BIO-LUTIONS stabile Strukturen und Produkte ohne zusätzliche Bindemittel. Die Anwendung dieser innovativen Fasertechnologie wurde in Deutschland, in ihrem Technikum im brandenburgischen Schwedt, weiterentwickelt. Die erste Fabrik wurde vor 2 Jahren in Bangalore, Indien, eröffnet und der folgt nun die etwa 1800m² große Produktionsstätte in Schwedt, Deutschland. Als Teil des Innovationscampus Schwedt ist BIO-LUTIONS ein Teil der neuen Drehscheibe für innovative Technologie in Brandenburg.

Über silver plastics®:

Silver plastics® GmbH & Co. KG ist ein führender Hersteller von Kunststoff-Verpackungen. Seit dem Jahr 1967 produzieren Sie im nordrhein-westfälischen Troisdorf auf insgesamt 56 000 m² Betriebsfläche. Mit rund 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 50 Millionen Euro werden hier Tagesmengen von bis zu 3,5 Millionen zertifizierter Verpackungen produziert. Da ein gesellschaftliches Umdenken von der Ökonomie hin zur Ökologie mit Blick in die nächsten Generationen bereits stattfindet, ist sich silver plastics® seiner Verantwortung bewusst und richtet schon länger die gesamte Strategie sowie die Forschung und Entwicklung nachhaltig aus. Mit der Gründung der Marke Golden Fibres setzt silver plastics® fortan ein Zeichen dafür, dass die Ausrichtung der Unternehmensstrategie auf die Standbeine „Circular Economy“ und „Natürlich Biologisch“ die richtige Kombination für eine nachhaltige Zukunft in der Verpackungsindustrie ist.

 

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Celine Barth Corporate – Communications and PR Manager
E-Mail: cb@bio-lutions.com

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PRESSEMITTEILUNG

Hamburg, 25. März 2021:

 

BIO-LUTIONS gibt organisatorische Veränderungen bekannt und verstärkt den Vorstand mit jeweils einem Produktions- und einem Finanzexperten.

Das CleanTech Startup BIO-LUTIONS mit Sitz in Hamburg hat sich mit einer Series A Finanzierungsrunde in 2019 und einer Pre-Series B Finanzierungsrunde Anfang 2021 stark weiterentwickelt. Anforderungen beim Aufbau des Werkes in Schwedt/Oder fordern zudem operative Kapazitäten in der Führung des Unternehmens.

Die BIO-LUTIONS International AG steuert seit 2017 als Holding die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die lokalen Tochtergesellschaften BIO-LUTIONS Deutschland GmbH und BIO-LUTIONS ECO TECH PRIVATE LIMITED, India, agieren als selbstständige operative Einheiten. Der BIO-LUTIONS Deutschland GmbH untersteht künftig auch die sich im Bau befindende Produktionsstätte in Schwedt/Oder.

Im Vorstand begrüßt die BIO-LUTIONS International AG zwei neue Mitglieder. Herr Dr. Stefan Lummitsch ist ab sofort Chief Operational Officer (COO) und Herr Fabian Holtkamp übernimmt die Rolle des Chief Financial Officer (CFO). Herr Eduardo Gordillo bleibt weiterhin als Gründer und CEO im Vorstand und wird von nun an im Dreigespann die Zukunft des Unternehmens weiter gestalten.

Mitgründer und ehemaliger CFO der AG, Herr Stefan W. Dircks verließ am 31. Dezember 2020 den Vorstand der AG und wechselte in deren Aufsichtsrat. Herr Dircks übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz von Frau Gabriele Dircks, die zum 31. Dezember 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Das Unternehmen bedankt sich bei Frau Dircks für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Die Geschäftsführung der BIO-LUTIONS Deutschland GmbH wurde an Herr Dr. Stefan Lummitsch (seit dem 1. Januar 2021) als technischer Geschäftsführer und Herr Fabian Holtkamp (seit dem 1. Januar 2021) als kaufmännischer Geschäftsführer übertragen. Herr Eduardo Gordillo ist als Prokurist weiterhin für den Vertrieb zuständig.

 

 

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PRESS RELEASE

Hamburg, 04 February 2021:

 

BIO-LUTIONS accelerates growth of German production site through a Pre-Series B with existing investors in the amount of 2.7 million euros

Hamburg-based CleanTech startup BIO-LUTIONS has again secured funding from its shareholders. Delivery Hero SE and other existing investors have provided 2.7 million euros in a preliminary Series B round. The more substantial Series B financing round is scheduled for later this year.

The preliminary round serves to accelerate the expansion of production at the Schwedt site in order to create larger production capacities in the future. The decision by the German parliament to adopt the EU ban on single-use plastic into German law is increasing the pressure on German industry enormously. From mid-2021, plastic straws, cutlery and other disposable plastic items are to disappear from stores in the EU.

With its sustainable packaging and disposable products made from agricultural fibers, BIO-LUTIONS offers an ideal alternative. The Hamburg-based company’s production process gives currently unused agricultural residues a second life as raw materials to replace conventional plastic and paper products.

 

 

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PRESSEMITTEILUNG

Hamburg, 4. Februar 2021:

 

BIO-LUTIONS beschleunigt das Wachstum des deutschen Produktionsstandorts durch eine Pre-Series B mit Bestandsinvestoren in Höhe von 2,7 Millionen Euro

Das CleanTech Startup BIO-LUTIONS mit Sitz in Hamburg sicherte sich erneut die Finanzierung durch seine Aktionäre. Delivery Hero SE und weitere Bestandsinvestoren haben in einer Vorrunde zur Series B 2,7 Millionen Euro investiert. Die umfangreichere Series B Finanzierungsrunde ist noch für dieses Jahr angesetzt.

Die Vorrunde dient der Beschleunigung des Produktionsausbaus am Standort Schwedt, um zu-künftig größere Produktionskapazitäten zu schaffen. Die Entscheidung des Bundestages das EU-Verbot von Einweg-Plastik in deutsches Recht zu übernehmen erhöht den Druck auf die deutsche Wirtschaft enorm. Ab Mitte 2021 sollen in der EU Plastik-Strohhalme, -Besteck und andere Weg-werfartikel aus Kunststoff aus den Geschäften verschwinden.

BIO-LUTIONS bietet hier mit seinen nachhaltigen Verpackungen und Einwegprodukten aus Agrar-fasern eine optimale Alternative. Der Produktionsprozess des Hamburger Unternehmens gibt der-zeit ungenutzten landwirtschaftlichen Reststoffen als Rohstoff ein zweites Leben, um herkömmli-che Plastik- und Papierprodukte zu ersetzen.

 

 

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PRESSEMITTEILUNG

Schwedt/Oder, 22. Oktober 2020:

 

Kurzfassung:

Nachhaltigkeit made in Germany – Nachhaltige Materialien, die Plastik bereichsübergreifend ersetzen können, sind ein Muss für eine moderne, zukunftsfähige Wirtschaft. Wir von BIO-LUTIONS haben uns genau dieser Aufgabe angenommen und stellen nachhaltige Einwegprodukte aus Agrarresten her. Wir verarbeiten die ganze Faser ausschließlich mechanisch und kreieren ohne zusätzliche Bindemittel stabile Strukturen und Produkte. Entwickelt wurde die Anwendung dieser innovativen Fasertechnologie hier in Deutschland durch unser Forschungsteam im Technikum Schwedt. Vor 2 Jahren eröffneten wir bereits unsere erste Fabrik in Bangalore, Indien und nun folgt die 2000m² große Produktionsstätte in Schwedt. Als Teil des Innovation Campus Schwedt entsteht mit BIO-LUTIONS in Brandenburg eine neue Stätte für Zukunftstechnologie. Dieser Standort verstärkt die Entwicklungs- und Innovationsachse Berlin-Stettin und bringt attraktive Arbeitsplätze in die Region. In der finalen Ausbaustufe werden über 200 Jobs entstanden sein und jährlich mehr als 1,5 Mrd. Produkteinheiten hergestellt. Dies entspricht über 30.000 Tonnen vermiedenem Plastikmüll.

 

Im Detail:

Im Gewerbegebiet am Hafen in Schwedt/Oder entsteht nun unsere Produktionsstätte, in der künftig für den europäischen Markt produziert wird. Im September dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich, am 22. Oktober wurde jetzt die offizielle Grundsteinlegung gefeiert – in kleinem Rahmen und unter Berücksichtigung der Corona-Richtlinien. Vor Ort waren der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg Herr Prof. Dr.-Ing. Steinbach, der Bürgermeister der Stadt Schwedt/Oder Herr Bürgermeister Jürgen Polzehl, der Referent für nachhaltige Gebietsentwicklung Stellv. Leiter Nationalpark Unteres Odertal Herr Dr. Michael Tautenhahn, sowie weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft.

 

Fertigstellung der ersten etwa 1.830 m2 großen Produktionshalle ist für Frühjahr 2021 geplant.

Konzept, Planung und Ausführung des mehrere Bauabschnitte umfassenden Projekts liegt in den Händen von Freyler Industriebau Berlin/Brandenburg. Fertigstellung der ersten etwa 1.830 m2 großen Produktionshalle ist für Frühjahr 2021 geplant. Weitere Bauabschnitte werden folgen, u.a. mit einer ca. 15.000 m2 großen Halle sowie 700 m2 Bürofläche. „Der Zeitplan ist eng gestrickt“, erklärt Eduardo Gordillo, Firmengründer von BIO-LUTIONS, „denn schon Mitte kommenden Jahres sollen die ersten Produkte aus Schwedt lieferbar sein.“ Dann tritt nämlich die EU-Verordnung in Kraft, die die Nutzung von Einweg-Besteck und Einweg-Geschirr aus Plastik verbietet.

 

 

Die Baugenehmigung wurde im Frühjahr 2020 erteilt.

Entsprechend zügig mussten auch Konzept und Bauplanung stehen. „Im August 2019 haben wir uns bei einem Freyler Konzepttag intensiv mit BIO-LUTIONS ausgetauscht, im Herbst erfolgte die Planung für den ersten Bauabschnitt“, berichtet Jens Wollschläger, Geschäftsbereichsleiter Freyler Industriebau Berlin/Brandenburg. Die Baugenehmigung wurde im Frühjahr 2020 erteilt. Mit der neuen Produktionshalle entstehen im ersten Schritt etwa 40 neue Arbeitsplätze. Die Produktionshalle wird durch ihr Stahl-Tragwerk eine Spannweite von 27 m besitzen und mit innenliegenden Sandwichpaneel-Wänden in drei Bereiche unterteilt.

 

Auf dem 7.841 m2 großen Grundstück ist zudem noch Platz für eine weitere Halle und ein Bürogebäude – diese sollen bis 2022 in zwei weiteren Bauabschnitten realisiert werden. Dann erwartet Eduardo Gordillo auch ein Wachstum der Belegschaft auf bis zu 200 Mitarbeiter. „Insgesamt wollen wir künftig in zwölf Produktionslinien etwa 72.000 Tonnen unseres Bio-Materials verarbeiten“, führt er weiter aus.

 

 

Schwedt is bereits der Sitz unseres Technikums. 

Die Forschung von BIO-LUTIONS ist bereits seit einigen Jahren mit einer Testproduktion in Schwedt angesiedelt und hat unter anderem die innovative Fasertechnologie mitentwickelt, auf deren Basis jetzt die nachhaltigen Einwegprodukte produziert werden. Vor zwei Jahren eröffnete die erste Fabrik in Indien, mit Schwedt folgt nun der zweite Produktionsstandort. Und nicht nur mit seinen Lösungen schont BIO-LUTIONS die Umwelt, auch bei der Produktion setzt das Unternehmen Maßstäbe hinsichtlich des Umweltschutzes. So kommt dort eine spezielle Technik zum Einsatz, die kaum noch Wasser im Produktionsprozess benötigt.

 

BIO-LUTIONS ist Teil des Innovation Campus Schwedt, einem neuen Zentrum für Zukunftstechnologie in Brandenburg. Mit mehr als 1,5 Mrd. Produkteinheiten, die BIO-LUTIONS jährlich herstellen will, würden über 30.000 Tonnen Plastikmüll vermieden – ein wirklich herausregendes Ziel für unsere Umwelt und die Zukunft unseres Planeten.

 

Weiterführende Informationen:

Unter www.bio-lutions.com finden Sie weitere Informationen zu BIO-LUTIONS und unseren innovativen Produktlösungen.

Zusätzliche Informationen zur FREYLER Industriebau GmbH und deren Projekte erhalten Sie auf www.freyler.de.

Alle Abbildungen: © BIO-LUTIONS

 

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Utopia, Sibylle Reuter

Wie wär’s, wenn bei der nächsten Grillparty der Tomatensalat in einem Teller aus Tomatenpflanzenresten kommt? Oder die Verpackung der Lieblingssorte Kekse aus den landwirtschaftlichen Abfällen von Weizenstroh gefertigt ist? Das Hamburger Start-up Bio-Lutions will Verpackung nachhaltiger machen.

Bio-Lutions hat ein patentiertes mechanisches Verfahren entwickelt, mit dem es Pflanzenreste reinigt, zusammenpresst und anschließend durch die Zugabe von Wasser zu selbstbindenden Mikro- und Nanofasern zerkleinert.

Ganz ohne Zusatzstoffe und Chemikalien und mit einem sehr geringen Wasserverbrauch entstehen so vielseitig anwendbare, nachhaltige Verpackungen. Bio-Lutions wurde damit jetzt Finalist beim Next Economy Award 2018.

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Trends der Zukunft

Bei diesem Projekt gibt es viele Profiteure: Indische Farmer, die trotz harter Arbeit wenig Geld verdienen, erhalten ein gutes Zubrot. Konsumenten bekommen zu geringen Preisen rein biologische Verpackungen, die sich einfach auf den Kompost werfen lassen. Und die Umwelt muss nicht noch mehr Einweg-Plastikmüll ertragen. Wir beleuchten den Hintergrund!

Bananen- und Zuckermaisblätter als Rohstoff

Das Startup Bio-lutions hat seinen Stammsitz in Hamburg, doch die Produktionsanlagen liegen in Indien. Hier sind die Fabriken nicht nur ganz nah an ihren Rohstoffen, sondern auch an den zu verpackenden Waren. Einwegverpackungen in vielen verschiedenen Formen verlassen Tag für Tag die Förderbänder, sie bestehen aus nichts weiter als kompostierbaren Pflanzenresten. Als Rohstoffe verwendet Bio-lutions die ohnehin anfallenden Pflanzenreste der in der Nähe ansässigen Farmer: Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Zuckermais- und Bananenblätter, die den Landwirten eigentlich keinerlei Gewinn bringen und normalerweise verbrannt werden würden. Doch das Unternehmen zahlt natürlich für das Grünzeug, das getrocknet, geschreddert und weiterverarbeitet wird. Selbst die nötigen Bindemittel sind in den Pflanzenresten enthalten!

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Hamburg News

Hamburger Startup zielt mit ökologischer Produktionsalternative für Einwegprodukte auf Massenmarkt

Das Aus für Einwegprodukte aus Plastik rückt näher. Ende Oktober stimmten die EU-Staaten auf Botschafterebene für ein entsprechendes Verbot, für das sich zuvor bereits das Europaparlament ausgesprochen hatte. Diese Entwicklung dürfte ganz im Sinne von Eduardo Gordillo sein. Sein Startup Bio-Lutions bietet eine ökologische Alternative zu Plastik: Einweggeschirr und Verpackungen aus Agrarresten.

„Re-Packing“: Tomatenverpackungen aus Tomatenpflanzen

„Agrarreste werden in Deutschland als Wertstoffe betrachtet“, weiß der gebürtige Kolumbianer. Ein Teil dieser Wertstoffe wandert als Dünger wieder zurück in den Boden. Der Rest wird – kostenpflichtig – entsorgt. Gordillo setzt statt auf Entsorgung auf Recycling und nutzt die Pflanzenreste als Rohstoff, um daraus beispielsweise Verpackungen zu produzieren. „Re-Packing“ nennt er den Ansatz, bei dem etwa Tomatenverpackungen zu 100% aus Tomatenpflanzen hergestellt werden.

330 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr

Möglich wird das durch ein patentiertes Verfahren, das es erlaubt, selbstbindende Fasern aus weichen Agrarabfällen – Holz ist zu hart – herzustellen und per Faserguss in jede gewünschte Form zu bringen. „Wir sprechen hier von einem mechanischen Verfahren, ganz ohne Chemie und mit nur sehr wenig Wasserverbrauch. Und das Produkt ist zu 100% biologisch abbaubar“, betont Gordillo die Umweltverträglichkeit. „Aktuell bieten wir damit weltweit die ökologischste Alternative zu Plastik an“. Andere Unternehmen werden folgen, ist der 52-Jährige überzeugt.

Den Wettbewerb fürchtet er nicht. „Wir sprechen von mehr als 330 Millionen Tonnen Plastik, die jährlich weltweit hergestellt werden. Ein Unternehmen allein kann da gar nicht ausreichend Alternativen produzieren.“ Um einen weitreichenden Materialwechsel herbeizuführen – und das ist sein Ziel – müsse es weitere Produzenten geben. „Wir wollen etwas bewegen. Darum streben wir eine Massenproduktion an und kein Nischenprodukt“, erklärt Gordillo.

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Next Economy Award,  Düsseldorf

BIO-LUTIONS International AG wurde nominiert in der Kategorie „Resources“

Die Finalisten für den 4. Next Economy Award stehen fest. Aus 178 Bewerbungen wurden die neun nachhaltigsten und innovativsten Unternehmen für die Endauswahl nominiert.

„Unsere Finalisten wollen beides: Einen Beitrag zur Lösung von sozialen und ökologischen Problemen leisten und davon leben“, sagt Initiator Stefan Schulze-Hausmann. „Die ‚nächste Wirtschaft‘ braucht nachhaltige Geschäftsmodelle mit wirtschaftlicher Erfolgsperspektive. Der NEA zeigt die besten Beispiele.“

Die Expertenjury und das Kongresspublikum bestimmen am 7. Dezember 2018 nach Live-Pitches den Preisträger, der ein attraktives Paket aus Kommunikations- und Sachleistungen im Wert von € 25.000,- erhält.

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DIE ZEIT Hamburg Elbvertiefung, Mark Spörrle

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Kaffeebecher mit Plastikhütchen? In 10 bis 15 Jahren wird der Verbraucher für derartige Frevel europaweit geächtet werden. Davon geht jedenfalls Eduardo Gordillo aus, Hamburger kolumbianischer Herkunft und Chef der Hamburger Start-up-Firma Bio-Lutions, die Verpackungen aus kompostierbarem Pflanzenmaterial herstellt. “Wir benutzen keine Chemie”, sagt Gordillo und erklärt: Durch Zerreiben werden die Fasern auf Nanopartikel reduziert, die sich durch das Beimischen von Wasser verketten und nach dem Trocknen eine stabile Form ergeben. Mögliche Rohstoffe: Tomatengrün, Zucchinipflanzen, Stroh. Laut Gordillo hat theoretisch jede Pflanze das Zeug zum Joghurtbecher oder Gemüseschälchen. Zurzeit arbeite die Firma mit Stämmen von Bananenstauden und Zuckerrohrblättern, die Bio-Lutions in Indien verarbeiten lässt. “Durch die Dezentralisierung der Produktion können wir in kleinen Strukturen mit lokalen Rohstoffen arbeiten”, erläutert Gordillo. Dass die erste Fabrik in Indien eröffnet wurde, war wohl auch eine marktstrategische Entscheidung: Dort sind Einweg-Plastikprodukte seit einigen Jahren flächendeckend verboten. Gordillo fügt hinzu: “Als Start-up-Unternehmen Fehler zu machen ist teuer, aber in Indien nicht ganz so sehr.” Ab Ende des zweiten Quartals 2019 will Bio-Lutions auch in Deutschland produzieren, Gordillo hofft entsprechend auf hiesige Abnehmer. Ob die Hamburger Stadtreinigungdie Schälchen als Kompost durchgehen lassen wird? “Wir gehen davon aus, dass das überhaupt kein Problem ist”, sagt Gordillo. “Unsere Produkte sind im Grunde wie Laub.”

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