BIO-LUTIONS Int AG

Im August 2017 wurde BIO-LUTIONS mit dem Deutschen Verpackungspreis in Gold und dem Deutschen Verpackungspreis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Dieser Preis wird einmal im Jahr vom deutschen Verpackungsinstitut e.V. in Berlin vergeben.

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In August 2017 we were honored to receive the German Packaging Award in Gold and the German Packaging Award Sustainability for our innovative packaging solutions. The distinction is given out once a year by the German Packaging Institute in Berlin.

Bioökonomie.de, Philipp Graf

Pflanzenabfälle sind für Eduardo Gordillo der ideale Rohstoff für Verpackungen und Einweggeschirr. Sein Hamburger Start-up Bio-lutions verarbeitet Agrarreste zu biologisch abbaubaren Fasergussformen. Das mehrfach preisgekrönte Material kann mit wenig technischem Aufwand hergestellt werden – überall auf der Welt.

Verpackungen und Einweggeschirr aus Kunststoff gehören zu den größten Müllquellen auf der Welt. Besonders akut ist das Problem in Indien – hier will die Politik ein Umdenken bewirken, um die Müllflut einzudämmen. In manchen Bundesstaaten wurde dazu ein Plastik-Verbot erlassen.

Nun sind dort nachhaltige Alternativen für Verpackungen gefragt. Für Eduardo Gordillo und sein Start-up Bio-lutions International AG ist es ein Glücksfall. Die Hamburger bauen derzeit mit Unterstützung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) in Bangalore eine Produktionsanlage für biobasierte Verpackungen und Einweggeschirr auf: „Mit unserem Prozess können wir dort bald bis zu 2.000 Tonnen davon im Jahr produzieren“, freut sich Eduardo Gordillo.

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The Better India, Manabi Katoch

Last year’s winter in Delhi was horrifying. The fog in the month of October was not the usual — it was choking smoke that made it almost impossible for children and elderly citizens to leave their houses.

 

While many speculations were made about the reason behind the smog, NASA’s ‘fire map’ on October 17 and 20 showed a considerable growth in red dots over Haryana and Punjab. These indicated fire due to burning of stubble in the farms at these places. The ill-effects of these fires were not limited to the two states. They travelled to Delhi because of the westerly winds, causing major health concerns among people.

Stubble is 8 to 10 inches of straw that stays behind after paddy, wheat and other crops have been harvested using a machine. Farmers usually burn the stubble to prepare the fields for the next sowing season. India produces 550 million tonnes of crop residue every year and an estimated 32 million tonnes of agricultural excess is burnt in India each of these year. A poor farmer cannot afford the labour cost or the time taken to clear his field and hence burning the stubble for next crop is the only solution he knows. But what if someone arranged to clear his field and pay him for the residue?

And here’s where it gets interesting — if this same farm residue is used to replace plastic waste to make biodegradable food grade packaging material for your fruits and vegetable?

This revolutionary step has been taken by BIO-LUTIONS, a Germany-based company, with its Indian partners Kurian Mathew, Kurian George and George Thomas.

 

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Aktien Check

via DEG Invest, Barbara Schrahe-Timera

– Produkt aus Pflanzenresten ersetzt Plastikverpackungen
– Aufbau einer Produktionsanlage in Indien
– 500.000 EUR aus dem Up-Scaling Programm

Verpackungsmüll aus Plastik ist weltweit ein immer größeres Umwelt-Problem. Die indische Regierung hat darauf jetzt reagiert und in einigen Bundesstaaten ein Verbot für bestimmte Plastikverpackungenerlassen. Allerdings fehlt es auf dem indischen Markt noch an Alternativen. Hier setzt ein Vorhaben des Hamburger Unternehmens BIO-LUTIONS GmbH (BIO-LUTIONS) an, für das die DEG – Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft mbH 500.000 EUR bereitgestellt hat. Diese Mittel werden im Rahmen des Up-Scaling Programms des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt.

BIO-LUTIONS stellt biologisch abbaubare Verpackungen und Einweggeschirr aus Pflanzenresten wie Bananenstämmen, Ananas- oder Tomatenpflanzen her. Diese werden zunächst getrocknet. Anschließend werden sie mechanisch zu Mikro- oder Nanofasern zerkleinert. Mit Wasser vermischt sind die Fasern dann selbstbindend und können ohne zusätzliche chemische Bindemittel zu Verpackungen und Einweggeschirr in verschiedenen Formen verarbeitet werden.

Das von BIO-LUTIONS entwickelte Verfahren wurde bisher in einer Pilotanlage getestet. Nun wird in Bangalore im indischen Bundesstaat Karnataka eine größere industrielle Anlage für die nahezu CO2- neutralen Produkte entstehen.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Köln sagte DEG-Geschäftsführerin Christiane Laibach: “Wir freuen uns sehr, mit
BIO-LUTIONS ein junges, innovatives Unternehmen auf seinem Wachstumskurs zu begleiten. Mit seiner neuartigen Methode zur Produktion von Verpackungsmaterial bietet BIO-LUTIONS eine tragfähige, umweltschonende Alternative zu Plastikverpackungen”. “Nach einer konstruktiven, genauen und unbürokratischen Überprüfung unseres Business-Plans und unserer ökologischen Innovation werden wirjetzt von der DEG mit dem Up-Scaling-Programm gefördert. BIO-LUTIONS kann in Indien seine Produktionskapazitäten deutlich erhöhen, um dort einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten”, ergänzte Eduardo Gordillo, Geschäftsführer von BIO-LUTIONS. Die
Region um Bangalore ist sehr fruchtbar, es gibt bis zu vier Ernten im Jahr. So fallen ausreichend Pflanzenreste an, zusätzliche Anbauflächen sind nicht nötig. BIO-LUTIONS wird mit einer Kleinbauern-Kooperative zusammenarbeiten, die das pflanzliche Material für die Produktion liefert und so zusätzliches Einkommen erwirtschaftet.

Das Unternehmen konnte bereits einen indischen Online-Supermarkt als Kunde gewinnen. Dort können die Verbraucher dann beispielsweise Bananen in Verpackung aus Bananenpflanzen kaufen. In einigen Jahren plant BIO-LUTIONS, seine Produkte auch in Europa anzubieten. Mit dem Up-Scaling-Programm fördert die DEG Pionierinvestitionen von kleinen
und mittleren Unternehmen (KMU). Damit können diese Unternehmen ihre innovativen Geschäftsmodelle, die positive Entwicklungseffekte generieren, erweitern. 2017 stellen die DEG und das BMZ gemeinsam 4,5 Mio. EUR für das Programm bereit.