Auf die Produktion biologisch abbaubarer Verpackungen und Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen setzt Bio-Lutions International. Mit seinem in Hamburg ansässigen Start-Up-Unternehmen tritt Eduardo Gordillo an, um der weltweiten Verschmutzung durch Plastikmüll den Kampf anzusagen. … Als erstes Concession-Produkt für den Kinomarkt will Bio-Lutions International Trays für Nacho-Chips herausbringen, die zum gleichen Preis wie Kunststoff-Trays angeboten werden können. […]

Berlin Valley, Josefine Köhn-Haskins

Natürliche Alternative zu Einwegplastik: Mit Packungen aus Ernteresten war BIO-LUTIONS unter den Top 3 beim Greentec Award 20018 und gewann den deutschen Verpackungspreis.

Die Vision von BIO-LUTIONS ist es, Plastik überflüssig zu machen. Dazu werden reine Ernteabfälle und Wasser in Verpackungsmaterial und Geschirr umgewandelt. Als Standort für die Pilotanlage hat sich Gründer Eduardo Gordillo Indien ausgesucht. Der Grund: Die Kosten sind niedriger, außerdem sei das Problem in Indien besonders dringlich. „Die Müllabfuhr funktioniert nicht, auf den Straßen liegt überall Müll. Die Kühe, die dort heilig sind und frei herumlaufen, fressen das Plastik und sterben“, schildert Gordillo. Die Situation ist so schlimm, dass einige indische Staaten Einwegplastik gänzlich verboten haben, unter anderem in Karnataka, wo BIO-LUTIONS derzeit produziert.

[…]

Frankfurter Allgemeine, Philipp Krohn

Seit 40 Jahren tüfteln Ingenieure daran, Plastikverpackungen aus den Supermärkten zu verbannen. Der Erfolg blieb überschaubar. Ein Hamburger Unternehmer glaubt nun, die Lösung für das Plastikproblem gefunden haben.

Seit 40 Jahren denken deutsche Konsumenten darüber nach, wie sie Plastik vermeiden können. Die Antwort großer Supermarktketten in den späten zehner Jahren des 21. Jahrhunderts: Tragetaschen abschaffen. Alternativen: keine, zumindest keine ökologisch nachhaltigeren. Bei den sonstigen Verpackungen: Man wird es sehen. In vier Jahrzehnten also ist keinem Hersteller und Zulieferer etwas eingefallen, das nicht nach seiner Nutzung von Walen im Meer verschluckt und zu deren Verenden führen kann.

Offenbar braucht es manchmal die frische Vision von Start-ups, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Eduardo Gordillo ist Kolumbianer, bekam vor sieben Jahren mit seiner deutschen Frau eine Tochter und plante ein eigenes Haus. Der studierte Industriedesigner machte sich viele Gedanken über Energie, Material und Ökologie. Dann sah er auf Apple-TV eine Dokumentation über die Schädlichkeit von Plastik. Aus einem bestehenden eigenen Unternehmen in Hamburg gründete er dann Bio-Lutions aus. Das Ziel: Plastik als Verpackungsmaterial für Lebensmittel überflüssig machen. Das Instrument dazu ist, nicht benötigte Agrarabfälle in Verpackungsbehälter umzuwandeln.

[…]

Hamburger Abendblatt, Heiner Schmidt

Hamburger Firma Bio-Lutions entwickelt umweltschonende Verpackungen und Einweggeschirr aus Blättern und Stämmen.

Hamburg.  Die ersten WM-Vorrundenspiele der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft hat Eduardo Gordillo in Indien verfolgt. Dort war der Südamerikaner, der seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt, um den Start der Produktion vorzubereiten. Noch in diesem Monat will die Hamburger Bio-Lutions International AG dort mit der Herstellung biologisch abbaubarer Verpackungen und von Einweg­geschirr aus Pflanzenfasern beginnen. Gordillo hat das Unternehmen mit Sitz an der Dorotheenstraße in Winterhude 2015 gegründet und ist Vorstandschef der AG, drei Mitgründer sind ebenfalls in der Firma tätig.

[…]

Expansion geplant

Er plant bereits die Expansion. Im April oder Mai nächsten Jahres soll eine Produktionsstätte nordöstlich von Berlin in Betrieb gehen, von Thailand aus könnte ebenfalls schon 2019 der südostasiatische Markt beliefert werden. Bislang seien drei bis vier Millionen Euro in das Unternehmen und die Produktentwicklung geflossen. Derzeit läuft eine Finanzierungsrunde für den nächsten Expansionsschritt. Das Ziel ist, neun Millionen Euro von Investoren einzusammeln. „Es läuft gut“, sagt Gordillo über seine Gespräche mit potenziellen Geldgebern. Sein langfristiges Ziel lautet: „In zehn Jahren wollen wir in 40 Ländern produzieren.“

[…]

Hamburg Startups, Mathias Jäger

Plastikmüll ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Das Hamburger Startup BIO-LUTIONS hat nun eine pflanzliche Alternative zu Plastik entwickelt und will daraus Verpackungen und Einweggeschirr für den Weltmarkt produzieren. Wir haben uns mit dem Gründer Eduardo Gordillo über diese revolutionäre Erfindung unterhalten.

Die 2005 gegründete upgradingGmbH ist eine Designagentur, die sich auf Displays zur Verkaufsförderung im Einzelhandel spezialisiert hat. Das Geschäft läuft gut, wie ein Blick auf die Liste der Referenzkunden zeigt: Große Namen wie Beiersdorf, L’Oréaloder Philips sind dort zu finden. Dem CEO Eduardo Gordillo reichte dieser Erfolg allerdings vor sechs Jahren nicht mehr. Um die Welt nicht zuletzt für seine damals gerade ein Jahr alte Tochter ein bisschen besser zu machen, suchte er nach einer Idee, die den Umweltschutz weltweit voranbringt.

[…]

Handelsblatt, Mathias Peer

Der deutsch-kolumbianische Gründer will Kunststoff aus zur Plastikalternative machen. Erst in Indien, möglichst bald auch in Deutschland.

BangaloreBananenstämme, Zuckerrohrblätter und die Spitzen der Arekapalme – im Kampf gegen die Plastikflut ist das für Eduardo Gordillo die perfekte Mischung. Ein Jahr lang hat der deutsch-kolumbianische Unternehmer in einer Pilotanlage am Rand der indischen Metropole Bangalore mit verschiedenen Pflanzen herumexperimentiert.

Nun sieht der Chef des Start-ups Bio-Lutions sein Produkt bereit für den Massenmarkt: Mit Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen will er ab Juli in Indien durchstarten. Und schon 2019 möchte er das Konzept nach Deutschland bringen.

[…]

BIO-LUTIONS Int. AG

Last night BIO-LUTIONS attended the gala night of the Greentech Award 2018. We were honorred to be inivted as a finalist and enjoyed meeting such a large number of inspirational people and companies. Congratulations to all the participants and winners and thank you very much to the organizers of the Greentech Award.

Check out our Finalist Exposé by clicking the link below.

Enorm Magazin, Elena Boeck

Unser Verpackungsmüll könnte bald auf dem Kompost landen – weil er komplett aus Pflanzenresten hergestellt ist. Die Methode ist nicht nur umweltfreundlicher als herkömmliche, sondern kann auch überall lokal werden

8,6 Milliarden Tonnen, oder das Gewicht von 1.4 Milliarden afrikanischen Elefanten – so viel Plastik hat die Menschheit seit 1950 produziert. Nach Schätzungen wurden davon gerade einmal neun Prozent recycelt. Die Plastikspuren, die wir Menschen hinterlassen, sind in Wäldern, Meeren und sogar der Arktis zu finden. Die steile Karriere von Plastik liegt in seiner Langlebigkeit und vor allem der billigen Produktion begründet.

Ein nachhaltiges Konkurrenzprodukt müsste demnach auch preislich mit den Alternativen mithalten können um sich am Markt durchsetzen zu können. Genau mit dieser Strategie und einer nachhaltigen Verpackungsmethode sagt ein neues Unternehmen Plastik den Kampf an – und nicht nur dem. Erklärtes Ziel von Bio-Lutions ist es, den Verbrauch von Erdöl, Plastik und Cellulose zu beenden. Aber nicht durch eine verpackungslose Zukunft, wie es zum Beispiel die Zero-Waste-Bewegung fordert.

Bio-Lutions will die herkömmlichen Verpackungsmaterialien ersetzen – mit natürlichen Fasern aus Agrarabfällen. Kokosnüsse, Ananassträucher, Reis- und Weizenstroh, aber auch Sägespäne und Baumwollabfälle können für die Verpackungen verwendet werden. Benutzt werden ausschließlich Reste aus der Landwirtschaft, die weder als Futtermittel, Biotreibstoff, noch anderweitig Verwertung gefunden haben.

[…]

Chancen Magazin KfW, Olivia Höner

Eduardo Gordillo has found a way to cut down the mountains of plastic waste. His firm Bio-Lutions is manufacturing packaging material and disposable tableware made from crop waste. It’s cost-effective, 100% compostable and provides benefits for smallholders.

Mr Gordillo, 2017 is a crucial year for your firm Bio-Lutions. For five years, you have been developing and testing a new packaging material made from crop waste. Now it’s going into production.

Yes, that’s right. At the moment, we’re only manufacturing 600 kg a month in our Indian pilot plant. Once we finish extending the factory in April 2018, however, we’ll be making six tonnes a day.

Who are your customers?

Our customers include Bigbasket, India’s biggest online supermarket, as well as Licious, India’s biggest online butcher, and Coffee Day, the Indian equivalent of Starbucks. We also have distributors who sell large quantities of our disposable tableware. We have so much interest from potential customers that we’re already planning to build a second production line in 2019.

Why is there such huge demand in India?

The Indians need solutions right away. Their refuse collection system doesn’t work, and in the streets there’s just rubbish, rubbish, rubbish everywhere you look. Most of it is plastic. In India, cows are sacred and are allowed to roam freely. They eat this plastic and then they die. Here in Germany, our waste is less visible. Obviously, Germany needs to cut down on plastic packaging, too. But in other countries, the cry is more urgent: Here! Now! Immediately!

Read the whole interview by clicking on the link below.

[…]

t3n, Cornelia Dlugos

Abgesehen von denen, die „irgendwas mit KI“ machen, waren auf der Bits & Pretzels 2017 auch Startups vertreten, die interessante nachhaltige Projekte umsetzen. Wir stellen drei grüne Startups vor.

Die Bits & Pretzels ist die Messe für Gründer und Startups, um Investoren von ihren Ideen zu überzeugen. Mit dabei waren auch junge Unternehmen, die sich auf unterschiedliche Arten dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Dass es sich dabei keineswegs um verträumte Weltverbesserer-Ideologie oder oberflächliche Versuche, das schlechte Gewissen zu beruhigen, handelt, zeigen diese drei Startups.

[…]

Bio-Lutions: Verpackungen aus Agrarabfällen

Der Tatsache, dass Verpackungsmüll aus Kunststoff zu einem immer größeren Umweltproblem wird, stellen sich auch Eduardo Gordillo und Stefan Dircks, Gründer des Hamburger Startups Bio-Lutions. In Zusammenarbeit mit dem brandenburgischen Technologieunternehmen Zelfo entwickelte Bio-Lutions ein Verfahren, um eine nachhaltige Verpackungsalternative aus Agrarabfällen herzustellen.

[…]