DIE ZEIT Hamburg Elbvertiefung, Mark Spörrle

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Kaffeebecher mit Plastikhütchen? In 10 bis 15 Jahren wird der Verbraucher für derartige Frevel europaweit geächtet werden. Davon geht jedenfalls Eduardo Gordillo aus, Hamburger kolumbianischer Herkunft und Chef der Hamburger Start-up-Firma Bio-Lutions, die Verpackungen aus kompostierbarem Pflanzenmaterial herstellt. “Wir benutzen keine Chemie”, sagt Gordillo und erklärt: Durch Zerreiben werden die Fasern auf Nanopartikel reduziert, die sich durch das Beimischen von Wasser verketten und nach dem Trocknen eine stabile Form ergeben. Mögliche Rohstoffe: Tomatengrün, Zucchinipflanzen, Stroh. Laut Gordillo hat theoretisch jede Pflanze das Zeug zum Joghurtbecher oder Gemüseschälchen. Zurzeit arbeite die Firma mit Stämmen von Bananenstauden und Zuckerrohrblättern, die Bio-Lutions in Indien verarbeiten lässt. “Durch die Dezentralisierung der Produktion können wir in kleinen Strukturen mit lokalen Rohstoffen arbeiten”, erläutert Gordillo. Dass die erste Fabrik in Indien eröffnet wurde, war wohl auch eine marktstrategische Entscheidung: Dort sind Einweg-Plastikprodukte seit einigen Jahren flächendeckend verboten. Gordillo fügt hinzu: “Als Start-up-Unternehmen Fehler zu machen ist teuer, aber in Indien nicht ganz so sehr.” Ab Ende des zweiten Quartals 2019 will Bio-Lutions auch in Deutschland produzieren, Gordillo hofft entsprechend auf hiesige Abnehmer. Ob die Hamburger Stadtreinigungdie Schälchen als Kompost durchgehen lassen wird? “Wir gehen davon aus, dass das überhaupt kein Problem ist”, sagt Gordillo. “Unsere Produkte sind im Grunde wie Laub.”

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Berliner Zeitung, Tanja Brandes

Vor 20 Jahren kam Eduardo Gordillo der Liebe wegen nach Deutschland und entdeckte hier seine Begeisterung für den Umweltschutz. Mit seiner Firma hat der gebürtige Kolumbianer ein Verfahren entwickelt, aus Agrar-Abfällen Verpackungen herzustellen – nutzbar wie Plastik, aber kompostier- und recycelbar. Die Lösung für ein globales Müllproblem? Möglich ist alles, sagt Gordillo. Er weiß aber auch: Das nachhaltigste Material nützt nichts, wenn niemand es benutzen will.

Herr Gordillo, kaufen Sie sich hin und wieder einen Coffee to go im Plastikbecher?

Ich trinke keinen Kaffee – die Frage stellt sich also nicht. Aber wenn ich zum Beispiel an der Tankstelle ein Getränk kaufe, dann ist das in der Regel leider in einer Plastikflasche. Ich versuche, Kunststoff zu vermeiden. Wir haben jetzt so eine Maschine gekauft, mit der man Sprudelwasser selber machen kann. Alle anderen Getränke kaufen wir in Glasflaschen. Und als ich mit meiner Familie kürzlich in den USA war, wurden wir im Supermarkt jedes Mal mit großen Augen angeguckt, wenn wir an der Kasse unseren Stoffbeutel ausgepackt haben. Vollkommen auf Plastik zu verzichten, ist aber so gut wie unmöglich.

 

Eigentlich sind Sie Industriedesigner. Warum beschäftigen Sie sich jetzt mit nachhaltiger Verpackung?

Als ich vor 20 Jahren aus Kolumbien kam, habe ich erlebt, wie in Deutschland das Mülltrennungssystem funktioniert. Das hat mir ein ganz neues ökologisches Bewusstsein gegeben. Gerade Plastik ist ein riesiges Umweltproblem. Und winzige Plastikteile von den Massen an Verpackungen, die wir ins Meer geworfen haben, werden von Fischen gefressen. Damit gelangt das Material auch wieder in unsere Nahrungskette. Das ist natürlich sehr schädlich für die Gesundheit. Je mehr ich im Laufe der Jahre darüber gelesen und gehört habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, selbst etwas tun zu müssen. Da ich schon beruflich mit Verpackung zu tun hatte, habe ich in diesem Bereich angefangen zu recherchieren.

 

Biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen gibt es bereits. Was ist das Besondere an Ihrer Methode?

Das Problem bei sogenanntem Bioplastik ist: Es ist in der Herstellung sehr teuer und kann deshalb nicht mit herkömmlichem Petroleum-Plastik konkurrieren. Die andere Möglichkeit ist der „Faserguss“, so werden zum Beispiel Eierkartons hergestellt. Allerdings wird dabei meist Cellulose oder recyceltes Papier verwendet. Um ein Kilo Cellulose herzustellen, brauchen Sie aber 150 Liter Wasser und viele Chemikalien, um recyceltes Papier verwenden zu können, muss es gewaschen werden – und als Reste bleiben Tinten und Metallteile, die auch nicht umweltfreundlich sind. Für ein Kilo von unserem Material brauchen wir nur vier Liter Wasser und keine Chemikalien. Unsere Herstellung ist nur mechanisch. Wir bieten also eine echte Alternative zu herkömmlichem Plastik, auch ökonomisch, weil unsere Rohstoffe sehr günstig sind.

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The Print, Soniya Agrawal

These are innovations needed desperately in India, which generates an estimated 1 lakh metric tonnes of solid waste daily

New Delhi: Imagine a takeout where you can eat the box once you are done with the meal. The alternative would be throwing it away with the comforting knowledge that it won’t fester in our oceans for decades, choking marine life, or poison the food chain of our strays.

A host of companies across India are churning out green tableware and packaging containers made from waste, a welcome intervention for a country that generates an estimated 1 lakh metric tonnes of solid waste daily and doesn’t have a disposal system capable of handling it. Other companies, meanwhile, seek to tackle the problem from the other end, tapping food products to make cutlery that is edible.

BIO-LUTIONS, a Germany-based company with operations on the ourskirts of Bengaluru, derives products like trays, boxes and other kinds of packaging from agricultural waste sourced from farmers in the nearby villages of Mandya and Tumkur.

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Auf die Produktion biologisch abbaubarer Verpackungen und Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen setzt Bio-Lutions International. Mit seinem in Hamburg ansässigen Start-Up-Unternehmen tritt Eduardo Gordillo an, um der weltweiten Verschmutzung durch Plastikmüll den Kampf anzusagen. … Als erstes Concession-Produkt für den Kinomarkt will Bio-Lutions International Trays für Nacho-Chips herausbringen, die zum gleichen Preis wie Kunststoff-Trays angeboten werden können. […]

Berlin Valley, Josefine Köhn-Haskins

Natürliche Alternative zu Einwegplastik: Mit Packungen aus Ernteresten war BIO-LUTIONS unter den Top 3 beim Greentec Award 20018 und gewann den deutschen Verpackungspreis.

Die Vision von BIO-LUTIONS ist es, Plastik überflüssig zu machen. Dazu werden reine Ernteabfälle und Wasser in Verpackungsmaterial und Geschirr umgewandelt. Als Standort für die Pilotanlage hat sich Gründer Eduardo Gordillo Indien ausgesucht. Der Grund: Die Kosten sind niedriger, außerdem sei das Problem in Indien besonders dringlich. „Die Müllabfuhr funktioniert nicht, auf den Straßen liegt überall Müll. Die Kühe, die dort heilig sind und frei herumlaufen, fressen das Plastik und sterben“, schildert Gordillo. Die Situation ist so schlimm, dass einige indische Staaten Einwegplastik gänzlich verboten haben, unter anderem in Karnataka, wo BIO-LUTIONS derzeit produziert.

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Frankfurter Allgemeine, Philipp Krohn

Seit 40 Jahren tüfteln Ingenieure daran, Plastikverpackungen aus den Supermärkten zu verbannen. Der Erfolg blieb überschaubar. Ein Hamburger Unternehmer glaubt nun, die Lösung für das Plastikproblem gefunden haben.

Seit 40 Jahren denken deutsche Konsumenten darüber nach, wie sie Plastik vermeiden können. Die Antwort großer Supermarktketten in den späten zehner Jahren des 21. Jahrhunderts: Tragetaschen abschaffen. Alternativen: keine, zumindest keine ökologisch nachhaltigeren. Bei den sonstigen Verpackungen: Man wird es sehen. In vier Jahrzehnten also ist keinem Hersteller und Zulieferer etwas eingefallen, das nicht nach seiner Nutzung von Walen im Meer verschluckt und zu deren Verenden führen kann.

Offenbar braucht es manchmal die frische Vision von Start-ups, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Eduardo Gordillo ist Kolumbianer, bekam vor sieben Jahren mit seiner deutschen Frau eine Tochter und plante ein eigenes Haus. Der studierte Industriedesigner machte sich viele Gedanken über Energie, Material und Ökologie. Dann sah er auf Apple-TV eine Dokumentation über die Schädlichkeit von Plastik. Aus einem bestehenden eigenen Unternehmen in Hamburg gründete er dann Bio-Lutions aus. Das Ziel: Plastik als Verpackungsmaterial für Lebensmittel überflüssig machen. Das Instrument dazu ist, nicht benötigte Agrarabfälle in Verpackungsbehälter umzuwandeln.

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Hamburger Abendblatt, Heiner Schmidt

Hamburger Firma Bio-Lutions entwickelt umweltschonende Verpackungen und Einweggeschirr aus Blättern und Stämmen.

Hamburg.  Die ersten WM-Vorrundenspiele der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft hat Eduardo Gordillo in Indien verfolgt. Dort war der Südamerikaner, der seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt, um den Start der Produktion vorzubereiten. Noch in diesem Monat will die Hamburger Bio-Lutions International AG dort mit der Herstellung biologisch abbaubarer Verpackungen und von Einweg­geschirr aus Pflanzenfasern beginnen. Gordillo hat das Unternehmen mit Sitz an der Dorotheenstraße in Winterhude 2015 gegründet und ist Vorstandschef der AG, drei Mitgründer sind ebenfalls in der Firma tätig.

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Expansion geplant

Er plant bereits die Expansion. Im April oder Mai nächsten Jahres soll eine Produktionsstätte nordöstlich von Berlin in Betrieb gehen, von Thailand aus könnte ebenfalls schon 2019 der südostasiatische Markt beliefert werden. Bislang seien drei bis vier Millionen Euro in das Unternehmen und die Produktentwicklung geflossen. Derzeit läuft eine Finanzierungsrunde für den nächsten Expansionsschritt. Das Ziel ist, neun Millionen Euro von Investoren einzusammeln. „Es läuft gut“, sagt Gordillo über seine Gespräche mit potenziellen Geldgebern. Sein langfristiges Ziel lautet: „In zehn Jahren wollen wir in 40 Ländern produzieren.“

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Hamburg Startups, Mathias Jäger

Plastikmüll ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Das Hamburger Startup BIO-LUTIONS hat nun eine pflanzliche Alternative zu Plastik entwickelt und will daraus Verpackungen und Einweggeschirr für den Weltmarkt produzieren. Wir haben uns mit dem Gründer Eduardo Gordillo über diese revolutionäre Erfindung unterhalten.

Die 2005 gegründete upgradingGmbH ist eine Designagentur, die sich auf Displays zur Verkaufsförderung im Einzelhandel spezialisiert hat. Das Geschäft läuft gut, wie ein Blick auf die Liste der Referenzkunden zeigt: Große Namen wie Beiersdorf, L’Oréaloder Philips sind dort zu finden. Dem CEO Eduardo Gordillo reichte dieser Erfolg allerdings vor sechs Jahren nicht mehr. Um die Welt nicht zuletzt für seine damals gerade ein Jahr alte Tochter ein bisschen besser zu machen, suchte er nach einer Idee, die den Umweltschutz weltweit voranbringt.

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Handelsblatt, Mathias Peer

Der deutsch-kolumbianische Gründer will Kunststoff aus zur Plastikalternative machen. Erst in Indien, möglichst bald auch in Deutschland.

BangaloreBananenstämme, Zuckerrohrblätter und die Spitzen der Arekapalme – im Kampf gegen die Plastikflut ist das für Eduardo Gordillo die perfekte Mischung. Ein Jahr lang hat der deutsch-kolumbianische Unternehmer in einer Pilotanlage am Rand der indischen Metropole Bangalore mit verschiedenen Pflanzen herumexperimentiert.

Nun sieht der Chef des Start-ups Bio-Lutions sein Produkt bereit für den Massenmarkt: Mit Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen will er ab Juli in Indien durchstarten. Und schon 2019 möchte er das Konzept nach Deutschland bringen.

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BIO-LUTIONS Int. AG

Last night BIO-LUTIONS attended the gala night of the Greentech Award 2018. We were honorred to be inivted as a finalist and enjoyed meeting such a large number of inspirational people and companies. Congratulations to all the participants and winners and thank you very much to the organizers of the Greentech Award.

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